BWL-STUDIUM: LOHNT ES SICH NOCH?

Warum schreibe ich ekplizit über das Studium der Betriebswirtschaftslehre und nicht über Medizin oder Maschinbauingenieurwesen? Ernstens habe ich selber BWL studiert (zwar hieß das Studium technische BWL, ich war aber echt schlecht in den technischen Fächern). Zweitens ist ein BWL-Studium, wie die nach folgende Tabelle zeigt, nach wie vor bei beiden Geschlechtern sehr beliebt.

Quelle: Statistisches Bundesamt


MännerFrauen
1BetriebswirtschaftslehreBetriebswirtschaftslehre
2MaschinenbauRechtswissenschaften
3InformatikGermanistik
4ElektrotechnikMedizin
5WirtschaftsingenieurwesenPädagogik

Wer nichts wird, wird Wirt?!

Zunächst ist es wichtig zu erwähnen, dass diese Einschätzung meine Gedankengänge und meine Erfahrungen wiedergibt und keinerlei Anspruch auf Korrektheit bzw. Vollständigkeit besitzt. Wie wichtig wird Betriebswirtschaft in der Zukunft sein? Lohnt sich noch 2019 oder 2020 BWL zu studieren? Ganz ehrlich: objektiv gibt es „lohnenswertere“ Studiengänge, die eine Karriere vereinfachen und eine höhere Jobgarantie versprechen, wie Wirtschaftsingenieurwesen oder Wirtschaftsinformatik. Grundsätzlich denke ich, dass Schnittstellenfunktionen zwischen Wirtschaft und Technik auf eine extrem hohe Nachfrage stoßen. Heißt es nun, dass sich ein BWL-Studium nicht mehr lohnt? Doch klar! Es ist aber nicht mehr so, dass man als BWLer mit lukrativen Jobs zugeschüttet wird, ohne etwas zu können. Ein BWL-Studium lohnt sich in den meisten Fällen dann nicht, wenn man studiert, ohne dabei einen Plan zu verfolgen. Es gibt in meinen Augen durchaus Bereiche in der BWL, die auch in 10 oder vielleicht in 20 Jahren weiterhin gefragt sein werden (länger kann es sowieso niemand einschätzen): Z.B. (Online) Marketing, Vertrieb, Personalentwicklung, Recruiting oder Finanzen/ Controlling.


Was hat sich also geändert?

Echte „BWL-Disziplinen“ wie Buchhaltung, Personalwesen, Controlling, oder Unternehmensführung sind längst keine Skills die jemanden von der Masse abheben. Was viel mehr gefragt ist und vermutlich auch weiterhin gefragt sein wird sind Spezialistenstati oder herkömmliche BWLer-Skills gepaart mit neuen Medien. Um einige Beispiele zu nennen: Finanzierung von Start-Ups (Venture Capital), Social Media Marketing oder Social Media Recruiting (am besten nochmal spezialisiert auf eine Zielgruppe), Employer Branding-Expertise und ein Netzwerk von Kandidaten für gefragte Bereiche wie IT, Engeniering etc. Das sind alles gefragte Aufgaben, für die ein BWL-Studium sehr nützlich sein kann, aber eben kein Must-Have ist und als einzige Qualifizierung auch nicht mehr ausreicht. Heißt es, dass künftig nur noch Informatiker und Ingenieure gebraucht werden?

Gibt es objektiv betrachtet Studiengänge, die definitiv in Zukunft gefragt sein werden? Ja. Jeder Studiengang, der den Studierenden die Verbindung von Technik und Wirtschaft vermittelt, bringt Ihnen ganz entscheidende Qualitäten! Beispiele: Wirtschaftsinformatik oder Wirtschaftsingenieurwesen, gerne mit Nebenfach Wirtschaftspsychologie (Marketing). Oder ein Informatik oder Ingenieurstudium mit anschließendem MBA und oder anderen Managementkursen.

Im nächsten Blogartikel widme ich mich den Geisteswissenschaften und kläre euch darüber auf, ob Geisteswissenschaften wie Philosophie, Pädagogik, Religon oder Geschichte tatsächlich Brotlose Kunst ist.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.